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Fortbildung

Manuelle dreidimensionale Fußtherapie nach Barbara Zukunft-Huber

Ziel dieses Kurses ist es, Therapeutinnen und Therapeuten praxisnah in der dreidimensionalen Diagnostik und manuellen Behandlung kindlicher Fußfehlstellungen zu schulen.

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Zielgruppe

  • Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten
  • Ärztinnen und Ärzte

Bitte mitbringen

  • Bewegliche Stoffpuppe
  • Buch „Kommt mein Kind zum Laufen“ von Barbara Zukunft-Huber (ISBN: 978-3-7950-1942-6)
  • Bequeme Kleidung

In der Kursgebühr enthalten

  • Buch „Der kleine Fuß ganz groß“ (4. Auflage) von Barbara Zukunft-Huber
  • Je eine 4 cm und 6 cm breite Idealbinde (Bandagen) der Firma Henry Schein

Kursbeschreibung

Eine physiologische Entwicklung der Füße und Hüften bildet die Grundlage für eine gesunde motorische Entwicklung. Abweichungen frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln, kann entscheidend dazu beitragen, spätere Bewegungseinschränkungen oder Fehlstellungen zu vermeiden. Ziel dieses Kurses ist es, Therapeutinnen und Therapeuten praxisnah in der dreidimensionalen Diagnostik und manuellen Behandlung kindlicher Fußfehlstellungen zu schulen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der sicheren Unterscheidung zwischen physiologischen Entwicklungsvarianten und behandlungsbedürftigen Pathologien. Typische Warnzeichen werden erläutert, sodass therapeutische Maßnahmen frühzeitig eingeleitet werden können.

Im praktischen Teil stehen Diagnostik und Therapie verschiedener Fußfehlstellungen im Mittelpunkt, darunter:

  • Sichelfuß (Metatarsus adductus)
  • Serpentinenfuß
  • Klumpfuß (Pes equinovarus)
  • Hackenfuß (Pes calcaneus)
  • Knick-Plattfuß (Pes planovalgus)
  • Spastischer Knick-Plattfuß bei neurologischen Erkrankungen

Die Teilnehmenden lernen, Fehlstellungen dreidimensional zu analysieren, strukturierte Befunde zu erstellen sowie spezifische Mobilisationsgriffe und funktionelle Bandagierungstechniken sicher anzuwenden.

Die dreidimensionale manuelle Fußtherapie ergänzt neurophysiologische Therapiekonzepte wie Vojta oder Bobath sinnvoll und lässt sich hervorragend in den therapeutischen Alltag integrieren.

Kursinhalte

  • Normale und pathologische Entwicklung von Fuß und Hüfte
  • Strukturierte Befunderhebung
  • Diagnostik- und Mobilisationstechniken
  • Funktionelle Bandagierung
  • Gestaltumwandlung der Beinachse (O-, X- und Geradeachse)
  • Therapie von Achsenfehlstellungen einschließlich des spastischen Knick-Plattfußes
  • Mehrere Demonstrationen und intensive praktische Arbeit mit Befundkindern

Kursdaten

Termin: 21.01.2027 – 24.01.2027

Unterrichtszeiten

  • 1. Tag: 10:00–18:00 Uhr
  • 2. Tag: 09:00–17:00 Uhr
  • 3. Tag: 09:00–17:00 Uhr
  • 4. Tag: 09:00–16:00 Uhr

Fortbildungspunkte (FP): 36*
Unterrichtseinheiten (UE): 36

Kursgebühr: 620 €

Veranstaltungsort

Physiozentrum Weissach im Tal
Welzheimer Straße 42
71554 Weissach im Tal


 

Ansprechpartnerin

Nadine Ziegler
Telefon: 0176 56626251
Email: Kontakt@physiozentrum-weissach.de


Ablauf Fortbildung

1. Tag

10.00–13.00

Theorie der normalen und pathologischen Fußentwicklung in Rücken-, Bauch- und Seitenlage. Teilnehmer spüren die Bewegungsabläufe selber in allen Lagen auf der Matte.

13.00–14.00

Mittagspause

14.00–15.00

Fortsetzung der Bewegungsabläufe. Vorstellen des Untersuchungsbogens zur Bewegungsentwicklung in Rücken- und Bauchlage. Üben der Diagnostikgriffe an Puppen, in zwei Gruppen.

Zu den praktischen Übungen wird die Gruppe geteilt, nur in der Theorie bleibt die Gruppe zusammen.

15.00–17.00

Zeigen des Hüft-Fuß-Diagnostikgriffes an einem gesunden Säugling (3–6 Monate). Demonstration in Rücken- und Bauchlage. 15:30 Erstes Demokind.

17.00–17.30

Theorie der Gestaltumwandlung des Beines vom O- zum X- bis zum geraden Bein. Abgrenzung der Knickfußhaltung von der Normalität bis zur Pathologie, Schuhversorgung der Kinder, Ist Einlagenversorgung sinnvoll?

3. Tag

10.00–11.00

Wiederholung und Demonstration an einem Säugling, bis 5. Monat. Viertes Demokind.

11.00–13.00

Beinachsen mit Therapie und bei spastischem Spitz-Knick-Plattfuß. Drei existenzielle Übungen zur ICP:

– gegen die Schulter-Arm-Handkontrakturen
– gegen den Adduktorenspasmus
– gegen den Spitz-Knick-Plattfuß

13.00–14.00

Mittagspause

14.00–15.00

Vorstellung eines Kindes mit spastischer Diparese, ca. 2 Jahre alt. Fünftes Demokind. Alternativ: älteres Kind mit Kontrakturen in den Armen.

15.00–17.30

Theorie des Sichel-, Serpentinen- und Klumpfußes. Üben der Mobilisationsgriffe und Anlegen der funktionellen Binde an Puppen. 16 Uhr: Säugling oder Kleinkind mit Sichelfuß. Sechstes Demokind.

2. Tag

10.00–11.00

Kurze Zusammenfassung des 1. Tages. Wiederholung der Diagnostikgriffe am Säugling bis ca. 5 Monate. Zweites Demokind.

11.00–13.00

Theorie des Knick-Plattfußes bis talus verticalis. Üben der Mobilisationsgriffe in zwei Gruppen und Anlegen der Binden an den Puppen. Achsenbegutachtung der Teilnehmer untereinander. Jedem Teilnehmer werden Binden gegen den Knick-Plattfuß hingerollt. Diese Binden sollen den ganzen Tag getragen werden.

Während der praktischen Übungen wird die Gruppe geteilt. 1 Gruppe übt praktisch mit der Referentin, die andere wiederholt das Gelernte gemeinsam.

13.00–14.00

Mittagspause

14.00–16.00

Fortsetzung des Knick-Plattfußes, des talus verticalis, bis Antetorsionswinkel. Demonstration an einem Säugling eventuell mit Knick-Plattfuß. Drittes Demokind – ein Laufkind mit Knick-Plattfüßen.

16.00–17.30

Theorie des Hackenfußes mit Mobilisationsgriffen und Anlegen der Binde an den Puppen.

4. Tag

9.00–12.00

Theorie des Klumpfußes. Üben der Mobilisationsgriffe zur subtalaren Korrektur. Üben des Fußes in die Abduktion mit Derotation und gegen den Spitzfuß.

Ca. 11:30 Wiederholung und Demonstration an einem Säugling möglichst mit Sichel- oder Klumpfuß (siebtes Demokind). Alternativ: einen normal entwickelten Säugling.

12.00–13.00

Mittagspause

13.00–15.30

Patientenarbeit: Erstellung von Behandlungsplänen für 4 vorgestellte Kinder (je 30 Minuten), gerne auch Kinder von den Kursteilnehmern. Es werden Therapieprogramme an diesen Kindern erstellt. Nicht mehr als 4 Kinder. Natürlich können auch ICP-Kinder einbestellt werden.